Einiges haben wir schon erreicht, aber vieles gilt es in den kommenden Jahren zu tun, damit Familien- und Arbeitswelt für Mütter wie Väter vereinbart werden. Ziel für uns ist, dass Familien sowohl ein erfülltes Berufsleben als auch ein Familienleben haben und sich nicht notwendigerweise für die eine oder andere Seite entscheiden müssen. Dazu braucht es Rahmenbedingungen, die Familien ihr persönliches Lebensmodell verwirklichen lassen. Wichtig bleibt dabei jedoch, dass dadurch die intensive Beziehung in der Familie, in all ihren Formen, nicht ersetzt, sondern ergänzt und bereichert wird.
Um diesen Rahmenbedingungen frühzeitig Raum zu geben, haben wir bereits die Nachmittagsbetreuung in allen städtischen Kindergärten und Pflichtschulen aufgebaut. Für die Zukunft werden wir uns für die flexible Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten einsetzen. Es soll damit möglich gemacht werden, einzelne Nachmittage »zu buchen«. Zurzeit können Eltern nur zwischen Halbtags- und Ganztagskindergarten wählen.

Die Qualität der Nachmittagsbetreuung möchten wir seitens der Gemeinde mit einer eigenen »Städtischen Kinder-Küche« erhöhen. Weiters sollen möglichst viele Kufsteiner Vereine in die Betreuung mit einbezogen werden. Ein erstes Pilotprojekt gibt es bereits und findet großen Anklang.

Für Schulkinder braucht es sichere Schulwege mit einem leicht verständlichen Leitsystem. Es braucht eigene »Eltern-Haltestellen« in der Nähe der Schule, um den Eltern das Bringen mit dem Auto zu erleichtern. Diese sollen sich jedoch nicht direkt vor der Schule befinden, denn ein kurzer Schulweg tut den Kindern gesundheitlich und sozial gut.
Der von uns eingerichtete Fond zur Förderung der Erziehungskompetenz muss ebenso weiter ausgebaut werden wie die Vermittlung frauenrelevanter Themen wie Gendermedizin, Pflege von Angehörigen, Pensionskonto NEU oder generell der Wert der unbezahlten Haus- und Familienarbeit.

Dass auch der »Arbeitsplatz Familie« als ein vollwertiger angesehen und geschätzt werden muss, steht für uns außer Frage: Mehr als 11 Mrd. Stunden werden jährlich an unbezahlter Familien- und Hausarbeit geleistet, mehr als zwei Drittel davon von Frauen. Dieser Wert dieser unbezahlten Leistungen muss in der Öffentlichkeit verdeutlicht werden!